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Einführung in die ThinkSimple® Methode (Beitrag 1)

Tags: Arbeitsmethodik, Vorgehensweise, Einflussfaktoren der Arbeitsmethodik

Zusammenfassung:
Das Ziel der ThinkSimple® Methode ist die Aktivierung der eigenen Fähigkeiten eines jeden Menschen, damit die Bewältigung der anstehenden Aufgaben erheblich leichter fällt.
Die Methode entfaltet ihre Wirkung nur dann, wenn der Mut zur Veränderung vorhanden ist. Das Ergebnis der Methode: Sie haben die Zeit im Griff und nicht umgekehrt. Dafür müssen Sie einige der Faktoren der Arbeitsmethodik in Ihren Arbeitsstil integrieren und unsere Vorschläge erfolgreich ausprobieren.


Inhaltsverzeichnis:

1. Ziel der Arbeitsmethodik ThinkSimple®

Die Arbeitsmethodik ist jenes Werkzeug, das die Bewältigung der anstehenden Aufgaben erleichtert. Die Arbeitsmethodik hilft die Arbeitsproduktivität steigern.

Die Arbeitsmethodik wird landläufig auf Zeit- und Selbstmanagement reduziert. Die ThinkSimple® Methode begreift die Arbeitsmethodik jedoch als einen ganzheitlichen Ansatz, d.h. neben den äußeren Merkmalen wie die Organisation (Zeit- und Selbstmanagement) werden auch die innewohnenden Merkmale des ausführenden Menschen, d.h. Motivation, Siegeswillen, etc. in Betracht gezogen.

Das Ziel der ThinkSimple® Methode ist die Aktivierung der eigenen Fähigkeiten eines jeden Menschen, damit die Bewältigung der anstehenden Aufgaben erheblich leichter fällt. Dabei greift ThinkSimple nicht auf Regel oder gar auf Tricks zurück, sondern verdeutlicht anhand alltäglicher Beispiele, wie einfach eine erfolgreiche Arbeitsmethodik sein kann und wie sie wie Balsam im Alltag wirkt. Jede und jeder kann ihre / seine Arbeitsmethodik verbessern.

Die ThinkSimple® Methode wird hauptsächlich im beruflichen Umfeld angewandt, wo Gestaltungsspielraum vorhanden ist.

Eng an Prozesse gebundene Mitarbeiter wie z.B. am Fließband können selber schwerlich von der ThinkSimple® Methode profitieren. Sie können jedoch dank der ThinkSimple® Methode einen Beitrag dazu leisten, den Produktionsprozess zu optimieren. Dies, weil sie das Gedankengut der ThinkSimple® Methode verinnerlicht haben.

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2. Basis der ThinkSimple® Methode

Die ThinkSimple® Methode (im Weiteren abgekürzt TS-Methode) ist auf der Basis vom empirischen Untersuchungen an über 100 Testpersonen über einen Zeitraum von 10 Jahren entstanden. Ziel der Untersuchung war herauszufinden, ob sich einzelne Einflussfaktoren für eine gute und eine schlechte Arbeitsmethodik herausarbeiten lassen und ob eine gute Arbeitsmethodik den beruflichen Erfolg signifikant positiv beeinflusst.

Einige Einflussfaktoren wurden herausgearbeitet und werden in den nächsten Beiträgen nach und nach vorgestellt.

Wie wurde die Güte einer Arbeitsmethodik bewertet?

Die Güte der Arbeitsmethodik wurde anhand der Relation zwischen Ergebnis und Aufwand bei der Bewältigung von zahlreichen Aufgaben gemessen. Dafür wurden vergleichbare Aufgaben gestellt und die Ergebnisse bewertet.

Da die empirische Untersuchung einer Streuung an Personen, Situationen und Zeiten unterworfen war, wurde eine verhältnismäßig hohe Zahl von Probanden eingesetzt und ein langer Zeitraum gewählt. Nichtsdestotrotz handelt sich um eine empirische und nicht um eine analytische Untersuchung.

Der Aufwand für die Bewältigung der Aufgaben wurde anhand der verwendeten Mittel wie Zeit, Geld und Umfang der Hilfsmittel gemessen.

Die gestellten Aufgaben waren Standardaufgaben: Planung von Besprechungen, Reiseplanung, Erstellung von Unterlagen, Durchführung von Reisen etc.

Die gewählte Vorgehensweise bei diesen Untersuchungen ergänzt damit die Untersuchungen, die auf psychologischen Modellen basieren. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die beiden Methoden miteinander verglichen.

Die TS-Methode bedient sich Untersuchungen und Beobachtungen des alltäglichen Lebens, um gerade den Alltag zu vereinfachen. Im Englischen würde man hierfür das Wort „smoothen“, d.h. weicher, flüssiger machen, verwenden. Oder „streamlining“, d.h. strömungsgünstiger. Auf den Alltag angewandt, den Alltag „ohne Mühe“ gestalten. Er „flutscht“.

Die Bewertung der Untersuchungen wurde nach ingenieurmäßigen Verfahren durchgeführt. Und hier unterscheidet sich die TS-Methode von allen anderen gängigen Methoden: sie ist strukturiert. Die Arbeitsmethodik eines Menschen wird im Wesentlichen auf Faktoren und Eigenschaften zurückgeführt. Den Menschen haben wir nicht auf Faktoren reduziert. Um diesen zu beschreiben, brauchen wir viele Faktoren. Wir haben uns hier auf die wichtigsten beschränkt.

Die TS-Methode besteht aus Einflussfaktoren, Korrelationskoeffizienten und aus Alltagsszenen. Die ersten zwei Komponenten sind für den Anwender (für Sie) zunächst irrelevant. Sie ermöglichen nur, dass sich die vorgeschlagenen Lösungsansätze im Alltag bewähren und zwar für jeden einzelnen Menschen.

Ein ausführlicher Beitrag zur Beschreibung der empirischen Studie wird in Bälde veröffentlicht.

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3. Module der ThinkSimple® Methode

Die aus den Untersuchungen gewonnenen Einflussfaktoren bzw. Eigenschaften einer guten oder schlechten Arbeitsmethodik werden in zwei Gruppen unterteilt: äußere und innere Eigenschaften.

Die äußeren Eigenschaften betreffen im Wesentlichen die operativen Faktoren und werden in der Literatur unter Selbstmanagement beschrieben. Die inneren, d.h. die innewohnenden Eigenschaften werden in den nachfolgenden Beiträgen gründlich beschrieben, weil diese jahrelang vernachlässig wurden, den Erfolg einer Arbeitsmethodik aber maßgeblich beeinflussen. Gerade hier setzt die TS-Methode an.

Ein Beispiel:
Was haben Sie davon, wenn Sie zu einem Termin pünktlich erscheinen, aber Ihr Ansatz gar nicht kooperativ ist, weil Sie schlecht gelaunt sind?

Einflussfaktoren der Arbeitsmethodik:

-- Äußere Eigenschaften

  • Situative Arbeitsqualität
  • Planung und Flexibilität
  • Wichtigkeit und Bedeutung der Aufgaben
  • Übersicht über die anstehenden Aufgaben
  • Aufgaben vergrößern bzw. verkleinern
  • Parallelisierung der Aufgaben
  • Umgang mit Totzeiten
  • Integration von modernen Werkzeugen
  • Sackgassen vermeiden
  • Standards schaffen
  • Ein-Griff-Vorgang
  • Weg des geringsten Widerstands
  • Operative Faulheit
  • Kreative Phasen nutzen und fördern
  • Priorisierung
  • Ordnung

-- Innere Eigenschaften

  • Siegeswillen
  • Kooperative Vorgehensweise
  • Delegation von Aufgaben
  • Pflichterfüllung
  • Selbstmotivation
  • Emotionale Intelligenz
  • Locker bleiben
  • Den einfacheren Weg suchen
  • In Prozessen denken
  • Defizite erkennen
  • Benchmarken (sich mit Anderen vergleichen)
  • Vordenken und Nachdenken
  • Der Wille zur Lösung: die „Lösematik"

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4. Vorgehensweise der ThinkSimple® Methode

Wie wird die TS-Methode im eigenen Alltag angewandt?

Die konkrete Vorgehensweise werden wir in den nächsten Beiträgen anhand von alltäglichen Beispielen erläutern.

Der Beitrag trägt dann einen aussagefähigen Titel, der eine Alltagssituation schildert. Eine Situation, die im ersten Moment keinen Ausweg aufweist oder eine Problemsituation beschreibt. Ein Ausweg ist aber immer da. Meinen wir. Die Lösung setzt meistens jedoch eine Veränderung im Operativen (äußere Eigenschaften) voraus wie z.B. einen Termin in Outlook eintragen oder im Inneren (innere Eigenschaften) wie z.B. Ruhe bewahren. Eine Veränderung kann in die eine wie in die andere Richtung gehen: mehr Ordnung, mehr Improvisation.

Wer z.B. für die Terminvorbereitung doppelt so lange braucht, wie seine Kollegen, muss zusehen, dass er den Prozess vereinfacht. Wer dauernd Termine verpasst, könnte Hilfsmittel wie Outlook im PDA gut gebrauchen. Die Lösung einer ungünstigen Situation ist halt immer situativ, d.h. es müssen die Umstände berücksichtigt werden.

Die TS-Methode beschreibt einen Lösungsansatz für eine Alltagssituation. Wie Sie diese tatsächlich lösen, entscheiden Sie und nicht die Methode.

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5. Mut zur Veränderung

Die TS-Methode wirkt nur dann, wenn Sie bereit sind, sich zu verändern, d.h. die Aufgaben anders anzugehen und diese anders zu bewältigen.

Wer z.B. täglich die Autoschlüssel vor der Fahrt ins Büro über 2 min. in allen möglichen Taschen, Schubladen, Regalen sucht, vergeudet letztlich wertvolle Zeit. Wer jedoch nicht bereit ist, hier etwas zu ändern, wird dann jeden Morgen diese Zeit verschenken. Für diesen Menschen ist die TS-Methode in diesem Punkt wertlos. Die TS-Methode wird gnadenlos solche „Missstände“ aufgreifen und Lösungen vorschlagen. Wer sich aus dieser Schlüsselsuche einen Sport macht, dem lassen wir sein „Spielchen“. Allzuviele solcher Spielchen wären allerdings nicht gut. Sie können den Alltag mit dem „Nichts“ sehr schön ausfüllen. Mehr davon später.

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6. Sportlich bleiben

Wer den Mut zur Veränderung mitbringt, der kommt mit der TS-Methode sehr weit. Eine weitere Eigenschaft macht sich hier positiv bemerkbar: Sportgeist. Was ist hier gemeint? Sportlich im Sinne von: probieren, scheitern, probieren, siegen!

Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es beim ersten Mal, beim ersten Versuch, nicht so klappt, wie Sie es sich gewünscht haben. Veränderungen brauchen etwas Zeit.

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7. Spaß dabei haben

Die TS-Methode – wenn sie richtig angewandt wird - macht Spaß. Warum? Weil Sie mit weniger (Aufwand) mehr erreichen. Sie erreichen Ihre Termine pünktlich (ohne Anstrengung), Sie planen und führen Aufgaben mit viel weniger Zeiteinsatz durch als früher.

„Nichts macht mehr Spaß als Zeit zu haben“

Dank der TS-Methode werden Sie mehr Zeit haben. Sie verfügen dann täglich über eine oder zwei Stunden mehr. Sie können die Bücher lesen, für die Sie früher keine Zeit hatten. Sie haben mehr Zeit für Ihre Familie, für Ihre Hobbys, für Ihre neue Firma. Sie haben Zeit wofür Sie wollen!

Sie werden freier. Sie werden sich von Ballast befreien. Von alten Routinen, von alten Gewohnheiten, die Sie viel Zeit und Anstrengung gekostet haben. Sie haben die Zeit im Griff und nicht umgekehrt.„Einführung in die ThinkSimple® Methode (Beitrag 1)

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8. Literatur

  • Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg von Stephen R. Covey, Angela Roethe, und Ingrid Proß-Gill, Gabal, 2005
  • Spielregeln für Sieger, Gertrud Höhler, Düsseldorf, 1996
  • Die Strategische Planung , Henry Mintzberg, München, 1995
  • Erfolgreiches Zeitmanagement , Patrick Forsyth, Niedernhausen, 1997
  • Das 80/20-Prinzip , Richard Koch, Frankfurt/New York, 1998
  • Zeitgewinn durch Selbstmanagement, Martin Scott, Frankfurt/New York, 1995
  • Nimm dir Zeit, Klaus Fritz, Frankfurt am Main, 1995
  • Zeitmanagement, Horst Wildemann, Frankfurt am Main, 1992
  • mit P.E.P. an die Arbeit, Institut für Beratung und Training, München, 1996
  • Der Weg zum Wesentlichen, Stephen R. Covey , Frankfurt/New York, 1997
  • Das Prinzip Selbstverantwortung, Reinhardt K. Sprenger, Frankfurt/New York, 1994
  • Berufsstress ade!, Jörg Knoblauch, Wuppertal, 1999
  • Kreativität und Leistung, Konrad Adam, Essen, 1985
  • Talent zum Coach hat jeder!, Don Shula, Den Blanchard, Wien; Ueberreuter, 1996
  • Dienstleistungsqualität in der Praxis, John A. Murphy, München; Wien; Hanser, 1994
  • Lachen ist gesund – auch für ein Unternehmen, Matt Weinstein, Wien; Ueberreuter, 1996
  • Die Weisheit des Erfolges, Evelyn Kroschel, München, Kösel, 1996
  • Lust auf Leistung, Felix von Cube, München; Piper, 2000
  • GABALS großer Methodenkoffer. Grundlagen der Arbeitsorganisation, Walter Simon, 2004
  • Handbuch Soft Skills Band III: Methodenkompetenz: BD III von Deutscher Manager-Verband e. V. von Vdf Hochschulverlag, 2004
  • Erfolg durch Souveränität, Willibald Josef Gruber, Atlantis Management, 2002
  • Der methodische, systemhafte und ganzheitliche Weg zum guten Verhandlungsergebnis, Willi Pröls und Reinhard Badstübner, SINN & SEIN, 2003
  • Dialogisch Lernen im Seminarfach: Handbuch für Kommunikation und wissenschaftliches Arbeiten, Marita Pabst-Weinschenk und Bertram Thiel, Pabst Press, 2009

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